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Verdammt ..!!!
Jetzt sitzt der Brocken schon seit Stunden beim Eingang und ich komm in meinen Blog überhaupt nicht mehr rein ..!!

Nicht lange fackeln ..!
Knall ihn ab ..! Los! Los!


Nee, das geht echt zu weit ..!
Das kann ich der Zippeldong nicht antun ..!
Und ausserdem ... hat der irgendwie so nen sympathischen Zug um die Augen ...
Ich mag den irgendwie ... nur nicht dort, wo er jetzt gerade ist ..!

Unsinn!
Hau weg die Scheisse ..!!


Schnauze, du Hund ..!

Moment ...
Da kommt mir eine Idee ..!
DU wirst dich um ihn kümmern ..!
DU kriegst doch jeden klein ..!
Manchmal sogar mich ...

Ich ..?!
Unmöglich, ich bin schliesslich DEIN innerer Schweinehund, exklusiv für dich zuständig, und nicht der von so nem grunzenden, russischen Wandschrank mit Grünstich ..!!


Du tust, was ich dir sage, sonst ...

... sonst geh ich ab morgen ins Kloster ..!
Oder noch besser, heirate eine Frau, wie sie meine Oma am liebsten für mich sähe, strikte nach Imhof'schen-Töchter-Vorbild; brav, bieder, langweilig! So, dass sich dagegen die Freundinnen von Mitbewohner H. ausnehmen wie Teresa Orlowski ..!! Mit einem Interessensspektrum, das jenseits stricketer Haushaltsführung in Sphären der absoluten Nichtexistenz schwebt, missratene Zahnstellung und Schnurrbart inklusive ..!!
Dann kannste mal sehen, obs mehr Spass macht bei nem heissen Feger als meiner Freundin ein bisschen mitzuwedeln und mir von Zeit zu Zeit, wenns dir grad beliebt, mit hängender Zunge scheinheilig die Tugenden dieser Welt in Erinnerung zu rufen, oder umgekehrt, die Bürden des Grauens hautnah mitzutragen und von Geilheit bloss zu träumen, auf dass das einzige, was dir auch dann verbleibt, wenn auch defizitär bedingt, der von deinen Lefzen tropfende Geifer ist ..!!!
Jahaa ..!!

Ächz ...
25.1.07 01:13


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Zitat des Tages ...

"Haben Sie Currywurst ..?"

Ein Jugendlicher, neulich bei Aldi Süd, mit offensichtlichem Schweizer Dialekt ("Kchöriwurst ..."), bebrillt und scheu zu einem der Angestellten ...

Er hat sich wohl auf die Currywurst-Fertiggerichte für die Mikrowelle, inklusive kleiner Holzgabel fürs echte Imbissbuden-Feeling, bezogen, die auch ich sehr gerne mag, die aber seit ein paar Monaten in der besagten Filiale nahe der Basler Grenze nicht mehr angeboten werden ...

Der Angestellte, armselig von Gestalt, aber mit dieser forschen Zackigkeit ausgestattet, die viele Deutschschweizer an den Deutschen fürchten, lehnte gerade über den Rand einer Tiefkühltruhe, so weit hinab gebeugt, dass er sein Hinterteil dem Frager beinahe ins Gesicht streckte, und entgegnete ein schroffes, an Knappheit kaum zu überbietendes "Nein!", ohne sich minimalst von der Stelle zu bewegen oder auch nur eine weitere Silbe aufzubieten ...

Der Junge schlich von dannen, dauerhaft seiner Currywurst und, vorübergehend, seiner Würde beraubt ...

Selbentags, selbenorts noch "Kartoffelpuffer" gekauft;
Das gibts zwar auch hierzulande, wohl unter dem Namen "Rösti", doch hat es mich, von einem Konsum stimulierenden Wohlgefühl begleitet, an den Filmmonster-Sketch von Loriot ("Entworfen? ... Was für eine Maske?") erinnert, in dem der Horrorfilm-Darsteller auf die Frage

"Und Ihr Lieblingsessen ... was ist Ihr Leibgericht?"

der sich zunehmend unbehaglich fühlenden Interviewerin ein düsteres

"Kartoffelpuffer ..."

zuraunt ...







Nein ..!
Nicht SIE schon wieder ...!!
Herr Türmann, ich ... ich hab Ihnen doch schon hundertmal erklärt, dass ICH hier der Chef ... und Ihre Gebieterin, die Zappadings, hier nur Gast ...
NEIN ..!
Ich darf doch wohl in meinem eigenen Blog ...
NEEEIN ..!!
Zum letzten Mal, ich BESITZE KEINE Schokomuffins ..!!!

Alice, pfeif' dein Geschöpf zurück und verfrachte es zurück in deinen Blog, aber fix ..!!
24.1.07 16:01


Vergesst Hesse

Zitat des Nachmittags:

"The young stranger came to town just past twelve noon. Within an hour, the idiot had been assaulted, hands bloodied and broken; Deputy Travis suffered a massive stroke at the wheel of his patrol car; and Babe Laurie was found murdered. The young stranger who had preceeded all of these events was sitting in a jail cell."
Carol O'Connell, "Flight of the Stone Angel"

So was liest Frau Zappadong. Klingt das nach Hesse? Nein. Will Frau Zappadong Hesse diskutieren? Ein ganz klares NEIN.

Ich musste Hesse in meiner Schulzeit bis zum Brechen diskutieren. Gleiches gilt für den Herrn Lessing und andere Kaliber. Das hat mir für ein ganzes Leben gereicht. In der Tat war ich so "klassikergeschädigt", dass ich die ersten fünf Jahre nach meiner Schulzeit hauptsächlich Magazine, Wildwestromane und Schund las. Zum Glück normalisiert sich alles irgendwann im Leben und ich fand den Weg zu den Krimis und Thrillern. Carol O'Connell, die eingangs zitierte Dame, ist eine Wucht; gleiches gilt für den frühen Michael Connelly (der leider seit ein paar Jahren nur noch Schrott produziert) und für Dennis Lehane.

Wenn wir hier deutsche Literatur diskutieren möchten (möchten wir das?), dann würde ich gerne beim brillianten Jungtalent Oliver Bottini anfangen (www.bottini.de); wir können uns aber auch gerne Jan Seghers oder dem Schweizer Autor Michael Theurillat widmen.

Danke, Dani. Dein Tipp war Gold wert :-) Das Gestalten wird jetzt viel einfacher.

 

 

24.1.07 15:57


Hat hier jemand zufällig eine orangefarbene (!) Ratte auf zwei Beinen mit auffällig markanten und ..

Zitat Daniel

Erst mal: Guten Tag. Ich bin die Frau Zappadong. Oder auch Alice. Nein, nicht die mit den orangen Ohren. Die andere. Jene, die sich das Gastrecht hier spottbillig erkauft hat, was mir nicht recht ist, da ich eigentlich nur die Auktion ankurbeln wollte. Bevor das jetzt falsch verstanden wird: Natürlich freut es mich, hier das Gastrecht zu haben, aber eigentlich hätte ich Dani gewünscht, dass darum so richtig hart gekämpft wird. Ganz unter uns - mein eingetipptes Gebot war um das Fünffache höher als der Zuschlag. Vielleicht tröstet das den Dani ja ein bisschen.

Was den Dani weniger trösten wird: Ich hab's nicht mit den langen Sätzen. Und schon gar nicht mit der Philosophie. Ich bin eher die Praktische, Bodenständige. Das Niveau dieses Blog könnte also in den nächsten paar Tagen leicht leiden. Ich werde mir aber Mühe geben, den Blog nicht ganz absaufen zu lassen.

Richtig. Den Blog. Ich habe für mich entschieden, mich der kleinen Minderheit anzuschliessen, für die ein Blog männlichen Geschlechts ist. "Das Blog" klingt mir einfach ein bisschen zu seltsam in den Ohren.

Gegen die schreiend grüne Blogfarbe hier habe ich mir auch etwas einfallen lassen: Ich trage meine Sonnenbrille; die dämpft den Farbton auf ein erträgliches Mass.

Ohne mich beschweren zu wollen - schliesslich bin ich hier Gast : Ich komme mit diesem Eintragssystem nicht zugang. Keine Ahnung, wie ich etwas in Fettschrift hinbekomme. Geschweige denn bunt. Myblog.de hinkt da um Meilen hinter meinem sehr bedienerfreundlichen blogspot.com hinterher. Vielleicht komme ich ja im Laufe der Zeit noch hinter dieses oder jenes Geheimnis.

Mehr über mich gibts unter
Zappadong

Dani, solltest du irgendwann hier auftauchen um den Untergang deines Blog zu betrauern - oder die Maus mit diesen laut klappernden Augendeckeln zu suchen: Mr Doorman sucht einen Leidensgenssen für seine Selbsthilfegruppe "Zappadonggeschädigte Männer".

Z.
24.1.07 08:00


Zitat des Tages ...

"5-tägiges Schreibrecht in meinem Blog (Kult!!!)
(...)
Ihr Artikel wurde für EUR 1,00 verkauft."


Das Endergebnis meiner ambitioniert initiierten Versteigerungsidee, die mir intellektuelle Anerkennung, Ruhm und Reichtum bescheren sollte ...

Stattdessen steh ich nun hier, ich armer Tor, so unbekannt als wie zuvor, und muss an eine Telefonzelle denken ...

Ich hab die Schnauze voll, mach mal bis auf Weiteres einen Abgang ..!
Ich hab nämlich noch was zu erledigen ...

Der Laden hier ist jetzt erstmal dicht!!!










Die Pressemitteilung mit der Maus:



Das da, das ist die Alice ...



Manche nennen sie auch Zappaklong. Kong. Dong. Oder so ähnlich.
Die Alice, die schreibt ganz gerne. Die schreibt zum Beispiel Bücher. Die schreibt auch im Internet. Und weil die das ganz gut kann, das Schreiben, gibts auch Leute, die sich das kaufen.
Die Alice, kann man also sagen, versteht was vom Schreiben. Darum ist sie auch ein Fan von diesem Blog. Und jetzt hat sie die Chance genutzt, sich hier ein Gastrecht zu ersteigern. Hat sie nicht mal viel gekostet, die Alice. Fünf Tage lang darf sie hier nun also schreiben, wann und was immer sie will.
Am Mittwoch gehts los.
Willkommen, Alice ..!







Verdammt ..!!
Hat hier jemand zufällig eine orangefarbene (!) Ratte auf zwei Beinen mit auffällig markanten und laut klappernden Augendeckeln gesehen ..?!?

Ich hatte das Biest fast schon geschnappt, doch ist es mir wieder entwischt ..!!



Na ja, wie ich sehe, hat es sich vor seinem baldigen, unwiederbringlichen Abgang wenigstens noch nützlich gemacht und hier alles Wesentliche angesprochen ...

Was zu sagen bleibt;
In ihrem eigenen Blog hat die Zappadingsbums das bevorstehende Ereignis folgendermassen angekündigt:

"Ich habe mir ganz legal das Gastrecht im Kultblog "Das STÄRKSTE Blog der Schweiz" ergattert."

Ich wusste ja bereits, dass die mich gut findet, aber als ich das mit dem "Kultblog" gelesen habe, hab ich spontan beschlossen, ihr 5-tägiges Gastrecht auf eine Woche zu verlängern ..!


Meinetwegen kann sie auch gleich übernehmen, denn ich bin jetzt erstmal wieder anderweitig beschäftigt ...



23.1.07 23:27


Zitat des Tages ...

"ich verlange, dass du unverzüglich alle Anspielungen auf meine Person von deinem Blog entfernst.

Dies umfasst, beschränkt sich aber nicht nur auf die Entfernung von allen falschen Zitaten, allen Photos, allen vulgären Beschimpfungen, allen entweder frei von Dir erfundenen oder deiner Unkenntnis entsprungenen Unwahrheiten und allen entfernt auf der Realität beruhenden, von Dir vorsätzlich auf stark negative Art verdrehten Tatsachen.

Ausserdem untersage ich Dir hiermit ausdrücklich, in Zukunft jemals wieder solche oder andere Anspielungen auf meine Person im Internet zu veröffentlichen, oder auf jegliche andere Art zu verbreiten."


Einer der bislang Zitierten; mit der zweiten Reaktion dieser Art auf meinen Blog; versandt per Einschreiben ...



Dabei laufe ich doch grade mal warm, bewege mich langsam in den hochtourigen Bereich ...

Soweit kommts noch, dass Drittpersonen Einfluss auf die redaktionelle Ausrichtung dieses Blogs nehmen können ..!
Allerdings hat sich der Zitierte beim Verfassen seiner Zeilen offensichtlich Mühe gegeben, dabei zwangsläufig dem allgegenwärtigen Niveau des Adressaten huldigend, und es auch unterlassen, Drohungen abzusondern (welche natürlich gleichwohl unausgesprochen im Raume schweben ...) ...

Dabei ist mir schleierhaft, worauf sich der Zitierte überhaupt bezieht, weshalb ich auch nicht weiss, wie ich, selbst wenn ich wollte, seinem Wunsch nachkommen könnte ...

Pressemitteilung:



Damit hat sich dieses Thema mangels weiterer Ergiebigkeit erledigt!
Das Geld für weitere Einschreibesendungen kann also gespart und/oder anderweitig eingesetzt, etwa mir gespendet werden ...
23.1.07 12:26


Zitat des Tages ...

"Life is a moment in space
When the dream is gone
Its a lonelier place"


Aus Barbra Streisands Jahrhundertsong "Woman In Love" ;



Das Bild stammt aus einer wundervollen Kollage, die jemand Begabtes passend zu den Klängen des Songs komponiert und bei YouTube eingestellt hat; sich auf glitzernden Wasseroberflächen spiegelnde Sonnenuntergänge, in verführerischen Farben erstrahlende Sonnenaufgänge über den Wolken, verwunschene Seenlandschaften, einsame Waldwege in Schwarz-Weiss wie auf einer jahrzehntealten Fotografie, glasklare Sternenhimmel mit alles überstrahlendem Vollmond, das Ganze in einen verwaschenen Weichspüler à la David Hamilton getaucht, dazu, natürlich, jede Menge schöne Frauen, nachdenkliche Frauen, entzückte Frauen, entrückte Frauen, und, das Nonplusultra, liebende Frauen - eine Hommage an die Frau an sich ...
Da stimm ich gerne mit ein ..!
Und das holde Geschöpf auf dem Bild ist so schön, so aussergewöhnlich, so erhaben, dass ich kaum den Blick von ihr abzuwenden vermag ...
"Erhaben" ..?!
Aus welchem intellektuellen Spiesserforum haste denn DEN Ausdruck geklaut ..?!

Jetzt auch hier verewigt ... auf dass ich nicht mehr ständig den Clip ansteuern und diesen vorspulen muss ...

"Woman In Love" ist übrigens ein Song, der in meinen eigenen Musikplänen voraussichtlich eine wichtige Rolle spielen wird ...

Habe ich von diesen meinen Plänen noch nicht erzählt ..?!
Hat auch Zeit ...

Der alte Bohlen bringts mal wieder in seiner unnachahmlichen Art auf den Punkt, in These 5 seiner "twenty tolle Thesen to Erfolg & Happiness":

"Sprich nicht zuviel von deinen Sehnsüchten. Das sind die Träumer und Spinner in unserer Gesellschaft, die dich pausenlos zudröhnen, was sie alles erreichen wollen, und wenn du sie fragst, was sie dafür tun, kriegen sie das grosse Stottern. Worte bringen nichts, nur Taten entscheiden."

Du sagst es, Dieter ..!
19.1.07 00:02


Zitat des Tages ...

"George Romero wurde gefragt: 'Warum drehen Sie Zombie-Filme?'. Er sagte: 'Sehen Sie sich doch um ...'"

Marcel, alias DJ Schmid; Experte für Sicherheitsfragen, Betreiber eines Plattenlabels, unermüdlicher Kämpfer für die Erhaltung der von vielen totgesagten Musikstile Italo Disco und Eurodance, unerschütterlicher Verfechter selbständigen Denkens ...




Wer Romeros Zombie-Tetralogie (dasselbe wie eine Trilogie, mit vier Teilen ...) "Night Of The Living Dead", "Dawn Of The Dead", "Day Of The Dead" und "Land Of The Dead" kennt und ein paar halbwegs funktionierende Gehirnzellen hat, der weiss, dass es sich bei den Streifen um mehr handelt als blosse Splatter-Orgien; Rassenproblematik, Konsumkritik, rivalisierende Gesellschaftsschichten, Kampf der Systeme, Umwälzung, Revolution ... blutig, weil jede tiefgreifende Veränderung nunmal ihre Opfer fordert ...
Doch im vorliegenden Zitat gehts um was anderes, es geht um den Menschen als Teil einer triebgesteuerten Masse, in der jeglicher Ansatz von Individualität und Selbständigkeit untergeht im dumpfen Einerlei des kollektiven Gleichklangs ...

Dazu passt ein Auszug aus einem Weltwoche-Interview mit Harald Schmidt.
Zunächst zitiert der Interviewer den Philosophen Sloterdijk:

"Die Machthaber können zu allen Zeiten getrost davon ausgehen, dass es der allergrössten Mehrheit der Menschen vor der Freiheit graut und dass sie keinen tieferen Antrieb kennt als den, ihre Freiheit aufzugeben, Gefängnisse um sich zu errichten und sich vor alten und neuen Götzen niederzuwerfen."

Hierzu, konkretisierend, Schmidt:

"Die breite Masse braucht einen klaren Ablauf, wie die Woche zu funktionieren hat, wie der Tag zu funktionieren hat, wie der Urlaub zu funktionieren hat
(...)
Der Mensch sagt, er will frei sein, aber ich habe da meine Zweifel. Der Mensch will Anleitung.
er will, dass man ihm sagt, um acht Uhr Frühstück, um zehn Gymnastik, um zwölf Batiken, von zwölf bis zwei freie Gestaltung, aber organisiert."


Jawohl ..!
Maschinen seid ihr, alle miteinander ..!!
Gib Input, erhalte den gewünschten, kalkulierten Output ..!
Und ist das Programm mal off, ist die Maschine nicht mehr lebensfähig.
Mitbewohner H. ist ein Paradebeispiel ...

Eines meiner liebsten Unwörter ist ja die "Tagesstruktur", die wir angeblich alle brauchen, um zu existieren. Wehe dem, der abzuweichen wagt ..!
Stopft ihm das Maul, dem Abweichler, zurück mit ihm auf den Pfad der GeRechten, verpasst ihm ne "Tagesstruktur", aber fix ..!

Manche Individuen muss man tatsächlich auf diese Weise unter Kontrolle halten ...

Oder die "Lücke im Lebenslauf", die ja ein absoluter "Jobkiller!" sein soll ...
Lücke, wovon ..?! Vom Leben ..?! Eine temporäre Nichtexistenz, weil ausserhalb arbeitsmarktlicher Bahnen verlaufend ..?! Im Nichts nichts geltender, schlichtweg nichtiger Nichtkonformität ..?!

Und was, bitteschön, soll eigentlich ein akademisch gebildeter Freidenker wie ich tun ..?!
Nicht gewillt, die Rosinen dem ganzen mittelmässigen Pack da draussen zu überlassen und zu darben wie ein Herr Albin und doch unangepasst und unbequem und so auffallend anders als die meisten anderen, dass es kaum auszuhalten ist ..?!

Er kann sich den Normen des Arbeitsmarktes beugen, so wie ich es derzeit tue ...
Funktionieren.
Annähernd jeden Lebensfunken unterdrücken.
Morgens raus. Büro. Akten wälzen. Telefonate. Nein, nicht der schon wieder. Feuer löschen. Kohle beschaffen. Anheizen. Raus mit den Mahnungen. Sich mit (aus aktuellem Anlass zensuriert) Vorgesetzten auseinander setzen müssen. Hin und wieder ein Ansatz, ein Strohfeuer an Emotionen auf Seiten eines glücklichen Klienten, dem geholfen werden konnte. Nix da, weg damit!, hier hat die Monotonie der Leidenschaftslosigkeit zu herrschen, alles andere unter sich begrabend! Zu früh (mit)gefreut!, dem Arbeitsplan hinterher gehinkt, das hat man nun davon! Überstunden. Endlich Feierabend. Schlafen. Je früher, desto besser, denn ... Nächster Tag, neues "Glück" ...
Haben wir heute Mittwoch? Oder Donnerstag? Bald Wochenende? Nein, schon wieder Wochenanfang, Montag, der "Wahnsinn" beginnt von Neuem, wie einer meiner Fans einst schrieb ...
Die Jahre vergehen, wie im Flug.
Verfliegen ... kommen nicht wieder ...

Noch nie war mir derart bewusst, worum es in "Fight Club" eigentlich geht ...
Ein "Kultfilm" ... bin ich also doch nicht der einzige ..?!
Hat die ständige physische Präsenz des an vorderster (Zombie-)Heeresfront im Gleichschritt marschierenden Zinnsoldatchens H. etwa meine Sicht der Dinge getrübt ..?!

Lasst mich euch in die Fresse hauen ..!
Nein, besser noch, seid ihr es, die mich haut ..!!


Oder wie tobt doch der greise Gallier Methusalix, als er bei einer Dorfschlägerei mal wieder aussen vor gelassen wird ("Ich kann doch dieses alte Wrack nicht schlagen!" ...) und alleine vor sich hin toben muss:

"Ich hab das Recht, dass man mich schlägt! Ich will, dass man mich schlägt!"

Hauptsache spüren ... irgendwas spüren ...

18.1.07 01:41


Zitat des Tages ...

"Vom Wecker aufgewacht um sechs Uhr, war ich gelähmt vor Depression. Konnte nicht aufstehen, wollte nur liegenbleiben, wollte weiterschlafen, aber auch das ging nicht. Ich dachte an den Zahlungsbefehl, an die in der Arbeitswohnung ungeöffnet liegenden unterdessen bestimmt fünfzig Briefe, unter denen die Hälfte Rechnungen sein dürften, bekam einen Riesenschub Existenzangst, dachte an weitere Zahlungsbefehle, die kommen werden – und wurde vor lauter Panik sexuell erregt. Es scheint so etwas zu geben wie Geilheit aus Not: als würde eine bedrohte Art damit reagieren wollen, nun ganz besonders viel und heftig zu vögeln. Als ich das ‚Problem’ ‚gelöst’ hatte, war die Depression wieder da."

Alban Nikolai Herbst, 52, die schriftstellernde Albino-Variante von Theo Waigel; aus seinem Tagebuch ...



Dem Irrwahn erlegen, er werde an "Universitäten gelehrt", von "Bibliotheken hochfrequentiert", tatsächlich irrlichternd zwischen einem Auswurf, schreibend, dichtend, essayierend, skizzierend, fingerübend, aussortierend, bloggend, der für Goethes Lebenswerk gleich zweimal gereicht hätte, und den doch niemand liest geschweige denn käuflich erwirbt, und, hieraus folgend, dem täglichen Kampf ums nackte Überleben, hat ihn die existenzielle Bedrohung an einer Stelle sogar soweit getrieben, bei Ebay eine Figur aus einem künftigen Roman zu versteigern, womit er, zugegeben, immerhin ein paar Euro mehr verdient hat als ich mit meiner glorreichen Schreibrechtsaktion ...

Dann ist es wohl ganz einfach das, was der Herr Albin unter "Leben" versteht ... Wenn ihn die Rolle des unverstanden Darbenden mit ebensolchem erfüllt, warum nicht ..?!
Auch nicht viel schlimmer als die mässig bezahlte Roboterexistenz, welche DU momentan führst ..!


Nachdem ich etwa die Zeitspanne eines Jahres von seinem Internettagebuch überflogen habe, kann ich jedenfalls konstatieren, dass die Radikalität seiner virtuell gleichermassen abgebildeten und reflektierten Zwangsrealität ohne weiteres in die Schranken verwiesen wird von der jenseits aller Kompromisse schwebenden Unerbittlichkeit seiner Sockenwahl ...

Was das Zitat betrifft, so mag man ob der ästhetischen Wertigkeit einer solch unverfroren aufgezwungenen Altdandyerotik geteilter Meinung sein, doch waren es letztlich Ausschnitte wie dieser, welche mir, rosinengleich, den selbst als Kleinsthäppchen genossen kaum ertragbaren Restgugelhopf von äusserster Geschmacksbitterkeit, ein wenig nur zu versüssen vermochten ...



Übrigens ist es bei mir nicht die Not, die mich am geilsten macht, sondern die Selbstverliebtheit ...

Klar, darum stehen bei dir angesichts mangelnder realer Alternativen die Onanien mit Spiegelbild und mit auf heterosexuelle Rezeptoren ausgerichteten Vorlagen ja auch in einem ausgewogenen ...

Schluss jetzt ..!
17.1.07 01:01


Zitat des Tages ...

"Ein Wolf fiel Farkasölõ an, von hinten, im Wald in den Karpaten. Doch Farkasölõ nahm den Wolf in den Schwitzkasten und preßte ihm seine andere Faust tief, tief in den heißen Rachen. Er erstickte den Wolf und ging zurück ins Dorf, um seinen verletzten Arm vernähen zu lassen, und die Bewohner gingen in den Wald und fanden den Wolf und nannten den Mann Farkasölõ, das heißt Wolfstöter.
(...)
Ja, es ist gut, daß man beim Spaziergang im Wald nicht mehr vom Wolf angegriffen wird und mit ihm um sein Leben kämpfen muß und stattdessen satt und bequem werden kann, es ist gut. Und trotzdem.

Und trotzdem heißt Leben Hunger. Heißt Leben Leidenschaft. Heißt Leben Sterben.

Heißt, den Wolf nicht zu vergessen.

Den Wolf im Nacken."


Andreas C. Lazar, der sein Gebiss vorschieben kann, bis es beim Leser seines Blogs aus dem Bildschirm purzelt ...



..., von der gelegentlich aufblitzenden Klasse seiner schreiberischen Ergüsse vermag das aber ebensowenig abzulenken, wie seine bleichen, lastwagengleich ausschwenkenden Hüften, seine hagere zucchiniförmige Restgestalt und sein mit den Jahren immer absurder gekämmtes Ex-Informatikstudenten-Neo-Philosophen-Haar ...

"Leben" ...
"Den Wolf im Nacken" spüren ...

Was heisst das, wie geht das ..?!
Müsste ich mir diese Frage stellen, wenn ich tatsächlich lebte, tatsächlich den Wolf dicht an meine Fersen geheftet, jederzeit in seiner ganzen Urgewalt sprung- und zupackbereit, verspürte ..?!

Ich weiss definitiv, dass "Leben" nicht heisst, Montags bis Freitags, von Morgens bis Abends, in einem (aus aktuellem Anlass zensuriert) zu sitzen, um den Mandanten (aus aktuellem Anlass zensuriert) zu ziehen und sie wiederum meinem Arbeitgeber für einen (aus aktuellem Anlass zensuriert) zu schaufeln ..!
Nervige Klienten, Beamte und Richter sowie widerspenstige Paragraphen sind nunmal keine Wölfe ...
Noch nicht mal wildernde Hauskatzen ...

Sicher, anD.ere hats schlimmer erwischt; die sitzen tagtäglich zuhause am Schreibtisch, erledigen fliessbandartig eine ewig gleichförmige Heimarbeit, deren öde Düsternis einzig durch die auch nicht wirklich spannenden Zwischenkontake zu den unter demselben Dach hausenden Frau und Kindern sowie gelegentliches, verschämtes Hinabsteigen bei Nacht in die rotlichternen, mammondominierten Hallen von Sodom und Gomorrah gar halbgar minimalst erhellt wird ...

Sicher, der Bauch ist wohlgenährt, die Höhle geheizt, die Halswehtablette im Schrank ...
Und das darf auch so bleiben ...
Und doch muss muss es möglich sein, diesen alles einlullenden, alles unter sich zudeckenden Wohlstands-Kokon aufzubrechen, oder wenigstens anzuritzen, ohne sich hierfür vermeintlich kühn, tatsächlich einzig zivilisationsdekadent mit einem Seil um die Fesseln von Kränen zu stürzen, obwohl unten ein grosszügiger Haufen Wasser einen Fehlversuch, dessen möglicher Eintritt den Ausbruch doch überhaupt erst ausführwert macht, abzufedern verspricht ...

"Leben" muss möglich sein ...

Aber nicht so!
So nicht ...

Das Schlusswort hat wiederum Herr L. ...

"Würde James Bond bloggen?
(...)
Und die Antwort ist, natürlich, nein."



Nix für ungut, L., aber das hier gefällt mir als finale Metapher um einiges besser ...

13.1.07 18:58


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