Startseite
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 


Webnews



http://myblog.de/danielnaftaly

Gratis bloggen bei
myblog.de





Zitat des Tages ...

"Immer wieder werde ich gefragt:

1) Lieber Dieter, wie kriegt man so viel Kohle?
2) Lieber Dieter, wie kriegt man so viele Frauen?
3) Lieber Dieter, wie kriegt man so viele Autos?
(...)
Die Zeit scheint reif für ein paar Antworten. Frage eins bis drei wären schnell geklärt: Talent + arbeiten + arbeiten + arbeiten + arbeiten - dann kommt irgendwann auch die Kohle. Und: Haste Kohle, haste Frauen, haste Autos."


Wer wohl ...
Aus dem Vorwort von "Nichts als die Wahrheit" ...



Was ich an Dieter ebenfalls zu schätzen weiss, ist das fast schon beneidenswerte Talent, seine "Weisheiten" schnörkellos auf den Punkt zu bringen und die Dinge nicht unnötig zu komplizieren ...

Nicht wie ein Mitbewohner H., der zehnmal hin und her überlegt, ob er beim Pinkeln sitzen oder stehen soll, und sich den Toilettengang dann doch verkneift ...
13.1.07 01:05


Werbung


Zitat des Tages ...

"Nächster Schritt: Küssen lernen. Bei uns in der Strasse wohnte eine, die hiess Nele und sah voll gruselig aus: Sie hatte eine Pony-Frisur, die ihr bis über die Nase hing, um zu kaschieren, dass sie sich mit dem linken Auge in die rechte Hosentasche gucken konnte. Aber das war egal. Für zwei Mark konnte man sie küssen. Das Geld "borgte" ich mir bei meiner Mutter aus dem Portemonnaie. Hektisch und verschwitzt lief ich zu dieser Nele, aber die wollte mich nicht küssen, selbst nicht gegen Bares."



Dieter Bohlen; über eine frühkindliche Erfahrung, nach der man mit Kohle eben doch nicht alles kaufen kann ...

Immer wieder dieser Bohlen. Unangefochtener Spitzenreiter meiner Zitierten.
Zeit für eine Erklärung ...

Da ich die Musik, die er in den 1980ern produziert und geprägt hat, Discofox mit Eunuchenchören und Balladen der Marke Bombastik, nunmal mag, hat er bei mir natürlich ein Stein im Brett. Beziehungsweise einige CDs im Schrank.
Als Typ find ich ihn erfrischend, unterhaltsam. Seine Interviews schalte ich nicht weg, sondern seinetwegen ein.
Allerdings kann ich auch nachvollziehen, wenn man seine Musik Scheisse und ihn zum Kotzen findet ...
Das unterscheidet mich von den Hardcore-Fans, den Verrückten, die jeden Pups, den er jemals losgelassen und auf Band festgehalten hat, sammeln und ihm auch heute, da er nur noch mit seinen einstudierten Jury-Sprüchen aus DSDS, nerviger Werbung und gelegentlichen BILD-Schlagzeilen von sich reden macht, am liebsten einen Altar errichten würden ....

In erster Linie aber halte ich seine Autobiografie "Nichts als die Wahrheit", aus der sämtliche Zitate stammen, schlichtweg - und das ist mein voller Ernst! - für ausgezeichnet geschrieben!
Es ist gelungen, seine unverwechselbare Verbal- perfekt in die Schriftsprache zu übertragen, einfach noch ein, zwei Sprachebenen höher; grammatikalisch, mit ein paar wenigen gewollten Ausnahmen, absolut korrekt, schnörkellos und mit einem Humor, bei dem die Pointen sicher ins Ziel treffen - da hat seine Schreiberin, "Klatschkolumnistin" Katja Kessler (die auf dem Bild zu sehen ist - das ist also nicht die "Nele" ...) wirklich gute Arbeit geleistet ..!

Meine Lieblingszitat von ihm ist im Übrigen das hier, gefolgt von diesem ...

Das erfreuliche Niveau von "Nichts als die Wahrheit" wird insbesondere im Vergleich zum zweiten Band, "Hinter den Kulissen", deutlich, welcher ja in jeglicher Hinsicht, eben auch sprachlich, ein unüberlegter, dahin geschluderter Schnellschuss war, mit dem er die zuvor aufgebauten Sympathiewerte grösstenteils mit dem Allerwertesten wieder eingerissen hat ...
Beispiel gefällig ..?

"Eene, meene, muh! Sag-ich's?-Sag-ich's-nicht?-Sag-ich's? Ich habe lange hin und her und vor und zurück überlegt, ob ich die Fakten über das Ende von Modern Talking auf den Tisch packen soll. Denn es wird böse. Um nicht zu sagen: bösi-böse! Aber: Ich will nicht wieder der fiese, gemeine Dieter sein, der alles puttgemacht hat. Deshalb öffnet Papa Bohlen jetzt noch ein letztes Mal das Kapitel »Thomas & Ich«, um zu erzählen, wie's echt und ungelogen und in Wirklichkeit war."

Danke, aber wenn ich mir Kindergeplapper in der sich an der Debilitätsgrenze bewegenden Erwachsenenübersetzung anhören möchte, setze ich mich an einem Sonntag in eine McDonalds-Filiale ...
12.12.06 00:02


Zitat des Tages ...

Wo ich die letzten Tage war ..?

Ich habe "gelebt" ...


"Was Alice Schwarzer gelehrt hat, hat Uschi Obermaier gelebt"

Eberhard Junkersdorf, der hier nicht weiter interessiert, Produzent von "Das wilde Leben", der demnächst im Kino laufenden Verfilmung der Geschichte des hemmungslosen 1968er-Sexsymbols.

Ist doch ne nette Arbeitsteilung; vordenken - und ausleben ..!
Umgekehrt wärs in diesem Fall angesichts dieser beiden Protagonistinnen auch schwerlich denkbar gewesen ...

Sehr positiv im Zusammenhang mit dem Film aufgefallen - und die eigentlich einzige Rechtfertigung des heutigen Zitates - ist mir die wunderschöne Hauptdarstellerin Natalia Avalon, die ja allerortens als wahre Obermaier-Doppelgängerin bejubelt wird ...

Das ist mal wieder typisch ... die Schwarzer bewunderst du für ihren Intellekt, ihren Einsatz und ihre Eloquenz, aber das Foto bekommt ein unbekanntes Schauspielsternchen ...




Dabei ist sie ohne die Obermaier-Aufmachung kaum wiederzuerkennen ...



Weiteres zum Thema Weibsbild;

Heute eine wohlbekannte, psychisch im Sinne eines Dauerzustands nicht ganz wohlbefindliche Mandantin im Büro empfangen, die mir ihre Sorgen mit denunzierenden Nachbarn, drohendem Tierschutzverein, nicht vorhandener Arbeitsstelle und nicht mehr erwünschtem Ehemann geklagt hat, wobei ich weniger als juristische, denn moralische Stütze zu Diensten war ...
Sie hatte ihren Köter dabei, einen schwarzen Pudel, der auf unangebrachte Weise toupiert und zurecht gestutzt aussah und, trotz der Drohungen von Frauchen ("Still jetzt, sonst kommst du in den Wagen ...!" - Warum hat sie ihn nicht gleich dort gelassen ..?!), ständig gekläfft, herum gewuselt und mir zuletzt sogar ins Hosenbein gebissen hat ...
Jedem die Tiere, die er verdient ...

Jedem die Klienten, die er verdient ...
10.1.07 21:11


Zitat des Tages ...

"Bei mir wurden in der Kindheit Züge eines Genies diagnostiziert ..."

XY., (aus aktuellem Anlass zensuriert), seines etwas eigentümlichen Aussehens wegen auch (aus aktuellem Anlass zensuriert) genannt; über sich ...



Fragt sich, weshalb er seinerzeit überhaupt untersucht wurde ...

XY. ist Mitte 20, hat (aus aktuellem Anlass zensuriert)abitur, galt einst als grosse (aus aktuellem Anlass zensuriert), ist jedoch auf dem Weg zur Spitze, zufolge eines Mangels an Disziplin, (aus aktuellem Anlass zensuriert) oder woran auch immer, irgendwann hoffnungslos in der (aus aktuellem Anlass zensuriert) versumpft. Das letzte, was ich von ihm vernommen habe (aktueller Zwischenstand: kürzlich wieder getroffen, auf den neuesten Stand gebracht!), ist, dass er Tage und Nächte mit (aus aktuellem Anlass zensuriert) verbringt, dabei auch mal grosse Summen in kurzer Zeit (aus aktuellem Anlass zensuriert), grundsätzlich aber Erfolg zu haben glaubt, wobei er "nicht darüber reden" könne. Seine Eltern, in deren warmem Schoss er sich noch immer zu wälzen pflegt (aktueller Zwischenstand: ausgezogen!), hätten zu seiner wenig elterngenehmen Lebensweise, weil von ihm so gewollt, "nichts zu sagen".
In optischer Hinsicht soll sich sein Herumtreiben, wie ich hörte (aktueller Zwischenstand: und sah!), Bahn gebrochen haben, indem er unrasiert herum laufe (läuft) und seine durch einen diffus rechtsseitig himmelwärts gerichteten Haaransatz auf den Weg geschickte Zementtolle durch (aus aktuellem Anlass zensuriert) Mützen der Marke Selbstgestricktes zu bändigen versuche (versucht).
(aus aktuellem Anlass zensuriert), sieht XY. daher schon seit längerer Zeit als "auf dem absteigenden Ast". Wenig verwunderlich, bedenkt man, dass (aus aktuellem Anlass zensuriert) wiederum jemand ist, der sich ohne eine 100%-Stelle als "nicht vollwertig" empfindet und daher seinen (aus aktuellem Anlass zensuriert), damals, als er noch ein teilzeit arbeitsloser (aus aktuellem Anlass zensuriert) und aktiv gegen sein Single-Dasein ankämpfend war, kleinmütig vorjammerte, er arbeite "im Büro, juristischer Bereich", weil er eine genehmere Bezeichnung für sein Tun einfach "nicht verdient" habe ...

Ich dagegen sage; wieder einer, der sich offensichtlich als anders, besser, grösser, abgehobener und demzufolge ausserstande empfindet, woanders, als völlig ausserhalb, nennen wirs, bürgerlicher Konventionen zu existieren, obwohl eine Anpassung, in dezentem, bedarfsgerechtem Rahmen, doch ohne weiteres möglich wäre.
Soll sich XY. doch seinen Wahnvorstellungen, er sei ein von manchen erkanntes, von manchen verkanntes Genie, das im Alleingang mathematische Formeln entdecke und die Skalen von Intelligenztests bis an die Spitze ausreize, ergeben, sich in ihnen suhlen und wälzen, soviel es ihm beliebt, zumal er auch noch ein paar Jahre Zeit hat, aber was, um Himmels willen, spricht denn dagegen, daneben ein bisschen zu studieren (aktueller Zwischenstand: irgendwo immatrikuliert!) oder die drohende Lücke in Lebenslauf und Geldbeutel wenigstens durch gelegentliche Teilzeitjobs zu schliessen, insofern für die Zeit nach der Wahnvorstellung, die bei ihm allerdings schon ne ganze Weile andauert, mal ein wenig vorzusorgen ...?!
Muss denn die Radikalität der Lebensauffassung entsprechend gepolter Irrer stets eine absolute sein ..?!
Was glauben sie sich eigentlich durch eine Anpassung an gewisse Normen, die den eigenen Zwecken dienend gestaltet werden kann, zu vergeben ..?!
Kunst und Hungern, oder aber voller Bauch und Nicht-Wirklich-Gelebt-Haben, dazwischen gibts nix ..?!
Woher wollen diese warmduschenden Zivilisationsextremisten eigentlich wissen, was ich in meinen Nächten, in denen ich, zufolge meines spröden Tagwerks, mit dem ich meinen Lebensunterhalt verdiene, eigentlich schlafen sollte, so alles treibe ..?!
Ich weiss, wovon ich spreche, kenne sozusagen beide Seiten ...

Kleine Anekdote zum Schluss; einst bot mir XY. eine Wette an, 500 Franken (XY. behauptet: 5000 Franken!) für den, der in einem umfassenden, auch von Psychologen verwendeten, insofern mit erhöhter Aussagekraft versehenen Intelligenztest das bessere Resultat erzielt. Ich lehnte ab, mit der Begründung, ich ginge zwar von meinem Sieg aus, sei mir aber für immerhin 500 Franken (XY. behauptet: 5000 Franken!) nicht sicher genug ...
Überhaupt scheine ich jemand zu sein, der alleine kraft seiner Strahleexistenz an den Grundfesten von XY.s sorgsam gestaltetem Wahnszenario des einsamen, in vielerlei Hinsicht beschenkten Genies auf weiter Flur rüttelt, wenn nicht diese gar erschüttert, ihn daher, zufolge maximaler Gleichgültigkeit auf meiner Seite natürlich ohne das zu wollen, herausfordert, weshalb XY., die (aus aktuellem Anlass zensuriert), mir, dem Mammut (wie mich D. mal nannte, sich dabei selber aber miteinbeziehend, "wir Mammuts ...", was das "Kompliment" natürlich mammutös abwertete ...), auch hin und wieder ans Bein zu pinkeln versuchte ... mit der Wirkung, wie sie eine pissende (aus aktuellem Anlass zensuriert) bei einem bergmassivgleich ehernen Mammut halt zu erzielen imstande ist ...
Seine wahre Haltung kam denn auch zum Ausdruck, als er mal zu mir sagte, er habe mich "zu 90 % erfasst", unter anderem, weil er "mit einem befreundeten Psychologen über mich gesprochen" habe und wolle nun auch noch die restlichen "10 %" durchdringen ...
Eigentlich ein nettes, weil schonungslos ehrliches Kompliment. Immerhin lasse ich die Leute zwar selten kalt, fachmännisch fremdanalysiert im Auftrag eines Dritten wurde ich aber meines Wissens noch nie ...
Ausser natürlich vom Psychiater von B., bei dem ich ja öfters Gegenstand von dessen Therapiesitzungen war, aber das ist eine Geschichte für sich ...
Allerdings handelt es sich dabei um die Respekterweisung eines harninkontinenten (aus aktuellem Anlass zensuriert) ... gleich 50 % Abzug in der Wertigkeit, mindestens ...



Nachtrag: wem dieser Text etwas gar fett-kursiv-lastig vorkommt, der findet die Erklärung hier ...
5.1.07 13:31


Zitat des Tages ...

""5 minutes of fame - Deine Chance! Wir versteigern 5 Moderationen im "FunFlash". 5 Minuten, die dein Leben verändern können!", lautete das Angebot von U1 TV, auf das ich bei Ebay gestossen war. Die ersten beiden Auktionen hatte ich leider verpasst, bei der dritten bot ich 101 Franken, wurde dann aber von sinalados um einen Franken überboten. Sinalados lag auch bei der vierten Auktion lange in Führung, sechs Sekunden vor Schluss jedoch schlug ich zu und sicherte mir die Chance meines Lebens für 51 Franken. Die letzte Auktion hätte beinahe ernstjakobo für Fr. 1.50 gewonnen, am Schluss triumphierte allerdings sinalados mit seinem 2-Franken-Gebot (!). Ein Riesenerfolg, diese Versteigerung - zwar ist U1 nicht ganz in den sicherlich erhofften fünf- bis sechsstelligen Bereich vorgestossen, aber mit meinen 51 Franken können sie sich auch etwas Schönes kaufen."

Gion Mathias Cavelty; Autor, in seiner Weltwoche-Kolumne über eine aufregende Begegnung der monetären Art mit dem Schweizer Privatsender U1 TV, der sämtliche Diskussionen über "Unterschichten"-Fernsehen in gänzlich neue Dimensionen führt, insbesondere, was die Existenz der angesprochenen Zielgruppe auf Seiten der Fernsehmacher betrifft ...

Gelesen, gedacht; Warum nicht mal was Ähnliches mit meinem Blog probieren ..?!
Neue Leser sind mir immer willkommen, selbst um den Preis eines möglichen Niveauverfalls ins Bodenlose durch schreiberische Fremdeinwirkung ...

Ab zu Ebay ..!



Zu gewinnen; ein Schreibrecht in meinem Blog ..!! Befristet zwar, aber immerhin ...

Jawohl, die Leute werden sich darum reissen ..! Die Gebote werden im Minuten-, nein, Sekundentakt auf mich einprasseln ..!! Millionen unentdeckter Schreibtalente mit der erstmaligen Chance einer würdigen Plattform, Tausende etablierter Autoren mit der Gelegenheit zur Rückbesinnung in einer aufs Wesentliche reduzierten Oase der Inspiration ...

Also dann, "Verkaufen" ...
Wie?!, "Erinnerung an einen nicht bezahlten Artikel mit der Nummer ..." ..?!, "Streitfall aufrufen" ..?!
Geschenkt!, Weiter ..!
"Verkaufen", "Kategorie" ...
"Kategorie" ..?!
Mal sehen, "Antiquitäten & Kunst", "Business & Industrie", "Computer", "Feinschmecker", "Heimwerker", "Sammeln & Seltenes", "Spielzeug", "Tierwelt" ...
"Tierwelt" ..?!
Ich Frosch, ich ..? Mit einem Blog, der wachgeküsst zu einem ..?
Unsinn!
"Business & Industrie". Das passt!
"Dienstleistungen"/"Bürodienstleistungen"/"Schreibarbeiten"!

"Artikelbeschreibung":

"5-tägiges Schreibrecht in meinem Blog"

Dazu, in Klammern, wie bei einer jeden meiner Auktionen, ganz egal, worum es sich handelt:

"(Kult!!!)"

Mit gleich drei Ausrufezeichen diesmal!
Dann; "Bild hochladen", gerne, her mit dem Screenshot!
"Artikelzustand", ähm, "gebraucht"?!, quatsch!, "neu"!
Dynamisch, frisch, neu! Genau, das sind wir hier, und nix anderes ..!
"Angebotsdauer", "7 Tage" ..?, nee, besser 10, mehr Tage gleich doch hoffentlich mehr Gebote ...
"Startpreis" ... 10, äh, 5, nein, 3, na, wollen wirs mal nicht übertreiben, "1 Euro" ...
Und das Wichtigste, die "Beschreibung"!:

Also, mal sehen:

"5-tägiges Schreibrecht in aufstrebendem, intellektuellem und kontrovers diskutiertem Blog zu gewinnen!

Das Stärkste Blog der Schweiz, national führend, mit euphorischen Kritiken überhäuft, von internationaler Reichweite und mit dem strategischem Ziel, die Blogweltherrschaft zu erlangen!

Unlimitierter Zugang für den Gewinner! Sprachliche Brillanz und ausgeprägtes Denkvermögen zu Kontinuitätszwecken erwünscht, aber nicht Voraussetzung.
Kombinieren Sie die Ihnen eigene, vertraute Text- und Bildsprache in anregender Umgebung zu einem faszinierenden, neuen Gedankengut und vergessen Sie dabei nicht, auch das betont Heitere zum wohlverdienten Zuge kommen zu lassen!"


Auch das "betont Heitere" ..?!
Wohl ein bisschen bei Loriot abgeschrieben, was ..!?

Tatsächlich ..?! Ist mir gar nicht ...
Na, umso besser!
Weiter im Text, eine Verlinkung muss natürlich her. Meines Wissen mögen Sie bei Ebay aber keine Links, darum:

"Leseproben unter daniel-naftaly (davor dreimal "w", dahinter eine .ch.vu Endung)

Ersteigerungserlös wird guten Zwecken zugeführt."


"Guten Zwecken" ...
Also mir.

"Meine Leser und ich freuen uns auf Ihre Gebote!"

Jawohl, das ist gut, das ist sehr gut!, und nun her mit den Geboten!!!
1.1.07 14:10


Zitat des Tages ...

"zu den obligaten familienbesuchen. (...) den ätzenden gesprächen mit verwandten, die man eigentlich nicht leiden kann, die man kaum sieht, die sich, wenn man sie sieht, in zeug einmischen, das sie nix angeht. man kennt das ja. am ende ist der große familienkrach da, der bis zum nächsten weihnachtsfest dauert, dann ist man wieder versöhnlich gestimmt, ist ja weihnachten, und versuchts noch mal, der kreis schließt sich."

Bronte; der/die/das, geschlechtsneutrales, sich in einer Aura der Ungreifbarkeit suhlendes, gekonnt giftelndes Blog-Mysterium; über feiertagsbedingte Familienzwänge ...



Das ist nicht so weit entfernt, von dem, was ich von meiner eigenen übrig gebliebenen Kleinfamilie, bestehend aus meiner Oma, meiner Mutter und mir, her kenne. Zwar sehen wir uns das ganze Jahr hindurch; im Dreierpack, als Miniaturmischpoke, mit dem zum Scheitern verurteilten Bemühen, sich gegenseitig nicht auf die Füsse zu treten, gibts uns aber nur, manchmal, bei Geburtstagen und, stets, zu Weihnachten ...
Der Ablauf eines Familienabends ist dabei meist derselbe; in Watte packen, erste Gewitterwolken, Donner, Blitz, und Hagel, vorzeitiger Abbruch des Trauerspiels zufolge eines Wetterinfernos apokalyptischen Ausmasses. Meine Mutter, zerfressen von diversen nicht aufgearbeiteten Traumata, die Beziehung zu Vater und Schwester betreffend, meine Oma, stets loyal zu ihrem patriarchalischen Ehemann, als dessen Überbleibsel nunmehr hilfloses Zielobjekt für den töchterlichen Pfeilregen, ich, dazwischen, unentschlossen, zwar natürlich auf Omas Seite, und doch im Bestreben, den Tanz der Dämonen meiner Mutter, deren Existenz ich nachzuvollziehen in der Lage bin, nicht vollends zu entfachen ...
Irrenhaus ...

In diesem Jahr nun hat die Mutter beschlossen, der gemeinsame Weihnachtsabend sei auswärts zu verbringen, weil sie sich die heimischen Essensvorbereitungen ersparen wollte, deren Aufwand in eindeutigem Missverhältnis zum desaströsen Ausgang der Abende zu stehen pflegt. Meinetwegen hätte man auf die Alibiveranstaltung auch ganz verzichten können, doch hätte dies seitens meiner paranoiden Mutter - man kann sich zwar 364 Tage im Jahr auf die Nerven gehen, aber zu Weihnachten gehört die Familie zusammen! - doch wieder nur zu einem Aufschrei geführt, dessen volle Breitseite die Oma abgekriegt hätte ...
Na, dann ...

"Die schlichte Feier beginnt mit einem feinen Nachtessen. Eine Weihnachtsgeschichte, Singen und Musizieren runden das Zusammensein ab.
Herzlich willkommen sind junge, mittelalterliche und ältere Menschen (...) alle, die sich angesprochen fühlen und den Weihnachtsabend im Kreise einer grossen Familie verbringen möchten.
Wir erwarten Sie um 19 Uhr im katholischen Pfarreizentrum ..."


Na, danke ....



Also, Heilig Abend, halb Sieben, raus aus dem Haus, wir wohnen zwar praktisch gleich um die Ecke und sind motorisiert, aber Mutter will ja auf keinen Fall zu spät kommen, in der Öffentlichkeit toben oder weinen, klar!, wenns denn sein muss, aber zu spät kommen, niemals!, rein ins Pfarreizentrum.
Wir sind, natürlich, wie immer, wenns nach dem Kopfe meiner Mutter geht, so ziemlich die Ersten. Begrüssen der anderen Frühzeitigen, zwei alte Jungfern, unbehagliche Atmosphäre, man kennt sich schliesslich nicht und will auch nicht wirklich was voneinander wissen. Dann trudelt nach und nach der Rest der betagten Gästeschar ein, insgesamt etwa 30 Alterswarzen, Generation 70 plus, weisses Haar, Brillengestelle, Blümchenkleider, Perlenketten. Ein eindeutiger Frauenüberschuss, nur nützt der hier keinem. Der Mann, der, als eine Art Animateur, durch den Abend führen wird, stellt sich bei allen einzeln vor, er ist sympathisch, bebrillt, von liebenswerter Trotteligkeit und trägt eine Krawatte mit Comic-Nikoläusen. Ob Pfarrer, oder nicht, habe ich auch nach dem Besuch der Homepage nicht verstanden, ist aber natürlich auch wurscht. Irgendwo, wohl in der Küche, soll ein Mitarbeiter des Vereins rumwuseln, den der Hausfreund meiner Mutter, ihr Nachbar, das wandelnde, oder wohl eher tippelnde Schwulenklischee, mal, wie sie erzählt, zum Essen eingeladen haben will. Plötzlich muss ich an meinen Kinderarzt denken, der, wenn er mich im Hüftbereich untersuchte, die etwas angespannte Situation stets mit dem Spruch "Keine Sorge, ich hab schon zu Mittag gegessen ..." aufzulockern versuchte. Woher will ich eigentlich wissen, dass er in jenen Momenten nicht dennoch Appetit verspürte ..?!
Unsinn!, weg damit!

Wir setzen uns. Mir gegenüber wird eine sympathische Greisin hingepflanzt, die alleine gekommen ist, weil ihr Mann im Krankenhaus liegt. Sie ist fast schwerhörig, ich tue mein Bestes. Neben ihr sitzt eine Alte, die wirkt, als sie habe sie keinen Plan davon, was hier abläuft geschweige denn, auf welchem Planeten sie sich befindet. Sie fährt mit der Hand immer wieder über etwas leblos Pelziges auf ihrem Schoss. Bevor ich meine, sie habe einen ausgestopften Tierkadaver, etwa ihren Ex-Fiffi, mitgebracht, erkenne ich einen etwas eigentümlich aussehenden Schal ...
Ich guck mich um, wirklich niemand aus meiner Altersklasse hier ..?! Mein Blick wird doch noch fündig; weiblich, um die dreissig, nicht ganz schlank, aber immerhin. Später stellt sich heraus, dass es sich um die Sekretärin des Animateurs handelt, was die Veranstaltung für sie zu einer Art Betriebsfeier macht, mit gelegentlichem Aushelfen. Und ich bin doch der einzige Depp ..!
Das Essen beginnt, mehrere Gänge, dazwischen immer wieder, das Versprechen wird wahr gemacht, Singen und Geschichten vorgelesen bekommen. Der Animateur setzt an, will von "Wünschen" während der "Adventszeit" berichten, seine holprige Erzählweise lässt meine Gedanken nach wenigen Sätzen abschweifen. Später gibts die Geschichte des "Räubers Horrificus" aufgedrückt, des "furchtbarsten Räubers in der ganzen Wüste", und seiner Begegnung mit der Jungfrau Maria samt Kinde. Wenn er den Räuber spricht, senkt der Animateur seine Stimme, allerdings nur zu Beginn, dann scheinen Konzentration und/oder Stimmvermögen zu schwinden und der Rest wird in sonor gleichbleibendem Tonfall vorgebetet, weshalb ich auch hier nicht weiss, wie das Ganze ausgeht ...

Nächster Gang, das Essen wird immer besser! Eine sehr junge, ziemlich attraktive Frau streckt mir Teller und ihren Ausschnitt entgegen. Ich bin überrumpelt ob dieses unverhofften Ästhetikschocks inmitten eines Meeres der Verwitterung, will protestieren, da entschwindet sie, freiwillige Helferin, auch schon wieder in die Küche. Der nächsten Bedienung, die vorbei kommt, glücklicherweise in dem sich heute Abend hier gehörenden Alter, biete ich sogleich an, mit anzupacken, mir wird gedankt und man werde, bei Bedarf, auf mich "zurück kommen" ...
"Wollen wir jetzt "Oh, du Fröhliche" singen ..?" fragt der Animateur in die heitere Runde.
Nein, wirklich nicht!
Keine Widerrede. Was nun?! Ich mag nicht singen, höchstens ausnahmsweise mal genauer auf den Text achten, bin ja jetzt selber Schriftsteller, doch wird das vielleicht als Beleidigung aufgefasst, die Gesangsbeteiligung möglicherweise als Anerkennung, als Applaus für die heutigen Annehmlichkeiten verstanden ... Feige halte ich mir das Blatt mit den Texten der an diesem Abend zu absolvierenden Lieder, etwa zehn an der Zahl, vors Gesicht, bedecke mich, verstecke mich vor potentiellen Kritikerblicken. Plötzlich steht der Kellner, ungefähr in meinem Alter, mit einer Frisur wie Atze Schröder und von sektiererischer Ruhe, hinter mir, verharrt eine Weile und zeigt mir dann, wo im Text wir uns grade befinden. Ich bedanke mich artig und weiss bis heute nicht, ob ers ernst meinte ...
Zwischendurch gibts auch immer wieder was auf dem Klavier vorgespielt, die Solistin, ein weisshaariger Pudel von sympathischer Zurückhaltung, erhebt sich für ihre Einsätze von der Tafel und gibt, bevor sie sich ans Klavier setzt, einige Sätze über Werk oder Komponist zum Besten, dabei stets leicht nach vorne gebeut, als wolle sie sich schon vorab beim Publikum für die nachfolgende Belästigung entschuldigen. Ich muss unverweigerlich an Herrn Weber aus "Ödipussi" denken, den Hausfreund von Loriots Mutter mit schütterer Beethoven-Frisur, der mit dem alten Drachen "musiziert", die Hemden ihres Sohnes bügelt und vor seinen Klaviereinlagen das höchst interessierte Publikum mit nicht ganz kurzen Vorträgen über das zu erwartende Liedgut beglückt ...

Endspurt. Dessert, wiederum köstlich, Gratulation an dieser Stelle an den Koch!, bald darauf lichten sich die Reihen, man muss ins Bett, ich verabschiede mich, lauthals, von meiner Tischnachbarin. Später wirft meine Mutter der Oma noch vor, diese habe Frau Soundso, die meine Mutter doch immerhin kenne, nicht "wirklich freundlich" gegrüsst, was für ein Schwachsinn!, und es gibt zwischen den beiden einen kurzen Disput darüber, wie viel Geld in das vorwurfsvoll unübersehbar am Eingang platzierte Säckel zur dankbaren Unterstützung des eigentlich kostenlosen, mit meiner Kirchensteuer finanzierten Abends gelegt werden soll, dann endet das Abenteuer, welches erstaunlich unspektakulär über die Bühne gegangen ist. In die Küche wurde ich bis zuletzt nicht beordert. Fragt sich, wer mehr an mir verpasste; der Bekannte des Hausfreundes meiner Mutter oder die junge Bedienung ...
Meine Oma und ich besuchen noch, wenn wir schon mal hier sind, die gleich nebenan stattfindende Mitternachtsmesse, die wir allerdings nicht bis zum Ende durchhalten, als einzige Besucher der rammelvollen Kirche, wies scheint. Vorwurfsvolle Aura einer tumb stummen Publikumsmasse zum Trotze verschwinden wir nach etwa einer Stunde aus dem Hintereingang, zu dem wir uns anlässlich des allgemeinen Gewühls bei der Hostieverteilung hingeschlichen haben, und ab!

Den nächsten Familienkrach, aus den altbekannten Gründen, gabs vor wenigen Tagen.
Weihnachten mal aussen vor gelassen.
Das Fest der Liebe ...
30.12.06 13:00


Zitat des Tages ...

"Men's courses will foreshadow certain ends, to which, if
persevered in, they must lead. But if the
courses be departed from, the ends will change."


Nach Weihnachtsessen im Kreise mir gänzlich unbekannter, christlicher Mitbürger und Weihnachtskrippe, wie seit Jahrzehnten schon heimelig präsentiert auf der kleinen Kommode in der wärmenden Stube meiner Oma, wurde mein diesjähriges Programm, soweit dem Traditionellen gewidmet, mit der Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens beendet, wobei ich immerhin zwei der drei Programmpunkte freiwillig auf mich genommen habe ...

Es handelte sich um den Film von 1951, welcher, obwohl nicht die älteste, als DER Klassiker unter den zahlreichen Verfilmungen gilt.
Die Geschichte dürfte bekannt sein; der Geizkragen Ebenezer Scrooge (von dem übrigens Dagobert Duck, der im Original Scrooge McDuck heisst, seinen Namen erhielt) bekommt am Heiligen Abend Besuch von den Geistern der vergangenen, der gegenwärtigen und zukünftigen Weihnachten, welche ihm Stationen seines zum Scheitern verurteilten Lebens, einschliesslich des bitteren Endes, auf das er unverweigerlich zusteuert, zeigen. Am Ende ist er geläutert, beglückt fortan unermüdlich seine Mitmenschen mit Güte und, als reicher Mann verständlich, auch etwas Kohle ...
Natürlich eine Geschichte mit universeller Moral;
Wer fragt sich nicht, in Momenten der Besinnung, wo ihn sein Weg, der aktuelle oder alternative, hinführen wird ..?

Der Film ist (der Vorlage entsprechend) etwas gar "Merry Christmas"-lastig und entspricht hinsichtlich Erzähltempo auch nicht ganz heutigen Standards, ist aber, ein paar auf Romantik und Altertümlichkeit gepolte Rezeptoren vorausgesetzt, gleichwohl immer wieder schön anzuschauen, mit einem überzeugenden Hauptdarsteller, Alastair Sim (der für viele den Unterschied zu den anderen Verfilmungen ausmacht), stimmungsvollen Bildern, wie sie nur das Schwarz-Weiss-Genre zu bieten vermag, und, nicht zuletzt, einem Geist der zukünftigen Weihnachten, der eine schaurig stimmige Atmosphäre liefert ...





Man beachte seine Handstellung auf dem oberen Bild (mit welcher der Heimsuchende, stumm, gesichtslos, die düstersten Schatten aller drei Geister präsentierend, den Alten von Szenerie zu Szenerie, bis hin zu seinem Grabstein, geleitet); ein früher Homie im coolen, schwarzen Streetware-Kapuzen-Outfit ..?!
Dazu würde auch passen, dass der ausgestreckte Finger auf dem unteren Bild mit ein wenig Fantasie der mittlere ist ...
26.12.06 11:42


Zitat des Tages ...

"I've seen things you people wouldn't believe. Attack ships on fire off the shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhauser gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain. Time to die."

Kultfilm bei mir angekommen ..!

Beim ersten Sehen vor ein paar Jahren hat mich "Blade Runner", mit dem berühmten Monolog des sterbenden Replikanten Batty, nicht sonderlich angesprochen; für zu langatmig und unverständlich befunden ...
Heute hats nun funktioniert ..!



Gelungen auf zwei Ebenen;
Inhaltlich-Formal; ein Cop nach klassischem Film-Noir-Muster jagt in einem wahrhaft düsteren Grosstadt-Moloch einer apokalyptischen Zukunft menschgleiche Roboter, die unter anderem Killermaschinen sind. Ja, ähm, cool ...
Intellektuell; Wer ist menschlicher - die Menschen, Schöpfer der ihrer Empathie beraubten, in ihrer Körperlichkeit dem Menschen exakt nachempfundenen, jedoch mit strikte begrenzter Existenzdauer limitierten Replikanten ..? Oder die Replikanten, welche sich mit der ihnen zugedachten Rolle der temporären Sklaven nicht zufrieden geben wollen und dafür gejagt und eliminiert werden ..? Die sich gegen ihre Schöpfer auflehnenden und zur Erde herabsteigenden Replikanten als gefallene Engel mit ihrem Anführer Batty als Luzifer ..? Das Verhältnis Mensch-Replikant als Abbild unserer Beziehung zu Gott ..?
Selten nach einem Film so lange im Internet zum Thema gelesen ...
Ach ja, und das "Tränen im Regen"-Bild, mit dem der unwiederbringliche Verlust eines Universums an Erinnerungen des sterbenden Replikanten und damit letztlich seine dem Menschen ebenbürtige Wertigkeit beschrieben wird, ist einfach nur wunderbar ...

Gesehen habe ich im Übrigen den "Director's Cut", der im Gegensatz zur Kinoversion ohne Off-Kommentar und Happy-End in sonniger Waldumgebung auskommt, dafür die Einhorn-Traumsequenz enthält, welche eine der zentralen Fragen, ob die Hauptfigur Deckard nun ihrerseits Mensch oder Replikant ist, für viele entschieden hat (ich spare mir hier mal das Spoilern) ...
Adelung durch DVD-Kauf lohnt sich für mich allerdings nicht, obwohl der Film gerade eben neu aufgelegt wurde, weil für 2007 ein weiterer "Director's Cut" (dann kann der bisherige wohl doch nicht als ultimativ dem Geiste des Regisseurs entsprungen angesehen werden ...) im Rahmen der so genannten "25th Anniversary Edition" erwartet wird. Auswüchse eines dem totalen Kommerz unterlegenen, stakkatoartigen Veröffentlichungswahnsinns ...

Den Bericht über meinen spannenden Heiligabend im Kreise eines heiteren Zusammenseins bei Weihnachtsessen und gemeinsamem Musizieren im katholischen Pfarreizentrum meiner Wohngemeinde, der an dieser Stelle vorgesehen war, gibts im nächsten Eintrag ...
Dafür waren jetzt die Blade-Runner-Nachwehen einfach zu stark ..!

25.12.06 16:45


Zitat des Tages ...

"Sein angeheftetes Passfoto soll einem nicht abschrecken, sondern einladen, diesen eingängigen, stilistisch gewiss der Popliteratur verpflichtenden, trotzdem intellektuellen Blog zu studieren. Was nämlich Daniel Naftaly in seinem Blog probiert, ist Polemik und Boulevard 2.0. Täglich zerlegt er ein aufgeschnapptes Zitat einer mehr oder weniger berühmten Person und kommentiert es. Freilich nicht um mit dem Zitierten zu kuscheln, nein, witzig, zwar schäumend vor Selbstironie und wider «Konventionalität» schnauzt er gegen alles, was sich bewegt und zu wichtig nimmt.

Mit der schweizerischen Blogosphäre vernetzt er sich nur zögernd. Anscheinend, weil sie ihn nicht anregt. So kennt ihn auch niemand und jene, die ihn kennen, scheuen die direkte Konfrontation, weil der bissige Bulle Daniel Naftaly keinen Konsens anstrebt.

Ferner führte er auch den Begriff «Rezeptions-Blog» ein, definiert so gleichermassen sein Programm: er rezipiert also, indem er rezitiert. Eine gute und in der Schweiz einmalige Idee."


Die Blogdenunzianten, angetreten, um regelmässig eine "zynische, spöttische und herablassende Nachlese zum Geschehen innerhalb der schweizerischen Blogosphäre" abzusondern, schildern zu weihnachtlicher Besinnlichkeit, wies wirklich gemacht werden muss ...



Eine nette Überraschung ..!

Eigentlich wollte ich mich an dieser Stelle noch darüber auslassen, dass in der Kritik mein in einem anderen, eigenen Universum verankerter, sprachlicher Ausnahmestatus (übrigens; es heisst " ... soll eineN nicht abschrecken ..." - WeN abschrecken ..? EineN ...), die unübertroffene Bandbreite der behandelten Themen zwischen Sternenhimmel und Erdmittelpunkt, die gleichermassen gekonnte Einbindung von Visuellem bzw. die unnachahmliche Verknüpfung von Bild- und Textaussage sowie die hehren Ambitionen zur Blogweltherrschaft nicht berücksichtigt wurden, doch lasse ich es mal bleiben ... einem geschenkten Gaul ...

Aber was habt ihr nur alle mit meinem Foto ..?!

Na, was wohl ..?!

Darauf siehst du doch aus, als habe sich der Tod persönlich unter die Lebenden mischen wollen und sich zur Tarnung mal eben hastig und entsprechend schludrig ein paar gerade noch im Ansatz als menschlich erkennbare Merkmale aufgepfropft, für die er sich einen transsexuellen Pantomimen als Vorbild genommen hat ...


Schnauze, du Hund ..!

Jawohl, ich bins ..!
Jetzt isses raus, jetzt habe ich einen - meinen! - Namen ..!!
Dein innerer Schweinehund ..!!
Dein guter, alter Kumpel, der dir alles aufs Ohr drückt, was du nicht hören willst, jedoch gesagt werden muss ..!
Stets zu Diensten, wenn du ihn nicht braucht ...

Wir werden noch eine Menge Spass miteinander haben ..!
Hä! Hä! Hä!


Oh, mein Gott ..!
Die Geister, die ich ...
24.12.06 05:25


Zitat des Tages ...

"Ein sehr guter Film. Faktisch stellt er zwar zweifelhafte Dinge in den Raum, wie die Mördergeschichte mit Salieri. Trotzdem widerspiegelt der Film viel vom Charakter Mozarts: Seine Lebensfreude, Verspieltheit, sein Genie, dieses ständige Komponieren - das alles finde ich in "Amadeus" wunderbar eingefangen"



Anne-Sophie Mutter; attraktive Wundergeigerin; bringt auf den Punkt, weshalb der Film "Amadeus" auch einer meiner absoluten Favoriten, ein todsicherer Kandidat für meine demnächst hier zu erwartenden "Top Ten" der Filme, ist;

Noch vor der wahrhaft göttlichen Musik, den fantastischen Hauptdarstellern, der eigensinnigen, aber faszinierenden Geschichte um den Konflikt zwischen neidigem Mittelmass und unbedarftem Glanze, ist es vor allem die Art und Weise, wie Mozart in dem Film gezeigt wird; ein Weltgenie, sehr wohl um sein Können wissend und daraus auch keinen Hehl machend, aber damit, trotz optimaler Vereinigung von Talent und Fleiss, gleichwohl nicht den verdienten gesellschaftlichen Nutzen erzielend, daneben lebenslustig, unstet, auch ordinär, einfach intensiv in all seinem Tun und, natürlich, von vielen unverstanden, ja, gehasst gar ...

Müssig, zu erwähnen, dass ich mich mit dieser Figur verdammt gut identifizieren kann ...

23.12.06 02:10


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung