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Zitat des Tages ...

"Man spürt gar nicht mehr richtig, dass man lebt - diese Idee ist ein Fluch meiner Generation. (...) gerade weil wir im Alltagsleben keine existenziellen Bedrohungen erleben. Wenn ein Mensch ein Leben lang in Sicherheit und Wohlstand verbracht hat, richtet das Merkwürdiges mit ihm an. Er lebt wie in Watte. Wenn er die negativen Kräfte nie erfahren hat, beginnt er sie zu suchen. Oder woher kommt sonst dieser merkwürdige Drang zu Extrem-Sportarten mit Todesrisiko?"

Thea Dorn; Schriftstellerin, Moderatorin, Vorzeige-Intellektuelle mit fusspilzcremefarbenen Haaren;
(Ein guter Freund von mir zu Primarschulzeiten hatte an den Händen ein nicht unerhebliches Warzenproblem. Von Zeit zu Zeit waren seine Griffel daher mit einer eklig knallig roten Substanz bestrichen, mit der die Fremdkörper angegangen werden sollten, scheinbar mit nur mittelmässigem Erfolg, denn es dauerte eine ganze Weile, bis er das Zeug nicht mehr brauchte. Trotzdem habe ich auch danach noch jeweils innerlich die Nase gerümpft, wenn ich ihm die Hand geben sollte ... Auf jeden Fall gibt oder gab es offensichtlich tatsächlich Medikamente von einer auffällig roten Farbe, mit denen unerwünschte Körperauswüchse verätzt werden sollen, weshalb jene Bezeichnung eines bestimmten Rottones nicht ganz realitätsfremd ist ...);



Und seit ich Thea Dorn (übrigens ein in Anlehnung an den Philosophen Theodor Adorno gewählter Künstlername) in der wunderbaren arte-Sendung "Durch die Nacht mit ..." (Konzept: Zwei Prominente, die sich vorher in der Regel nicht persönlich kannten, verbringen, von Kameras begleitet, einen gemeinsamen Abend) zusammen mit dem Regisseur Fatih Aktin auf einem Trip durch Istanbul gesehen habe, ist mir klar, dass ihr die Intelligenz, neben einem ansprechenden Äusseren, zusätzliche Attraktivität verleiht ...
Fatih hat sich übrigens während der Sendung mit seiner gemütlichen Langsamkeit, in Kontrast zur wiselflinken Denkerin Thea (ui, wenn das meine gleichnamige Ex läse, dabei ist die ganz bestimmt nicht gemeint ...), mal wieder deutlich als alte Kifferbirne enttarnt ...

Der Wohlstandsmensch, der aus seinem lähmend-gleichförmigen Dasein ausbrechen will - klingt eindeutig nach "Fight Club", dem Kultfilm (und -buch), in dem man sich prügelt, um das Leben noch irgendwie zu spüren, und den sie im Interview, dem das Zitat entnommen ist, ebenfalls erwähnt.
Will man sich mit einem "in Watte" verpackten Dasein begnügen?
Oder will man die volle Breitseite des Lebens - Existenzängste, Krankheiten ...?
Gibt es auch einen dauerhaften Ausbruch aus dem Zivilisations-Kokon auf der positiven Seite, in Form eines permanenten Hochgefühls, eines Dauerrausches ..?!
Ist die Watte-Existenz mit gelegentlichem Kopf-Rausstrecken, etwa in Form der von ihr erwähnten Extrem-Sportarten, die richtige Lösung?
Oder gibt es eine Art "Watte-Light-Variante", bei der die uns verhüllenden Schichten zumindest teilweise, dafür dauerhaft abgetragen werden? "Intensiv leben", müsste man dies dann ja wohl nennen ...
Wie geht das ..?
18.10.06 01:11
 


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