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Zitat des Tages ...

"Vom Wecker aufgewacht um sechs Uhr, war ich gelähmt vor Depression. Konnte nicht aufstehen, wollte nur liegenbleiben, wollte weiterschlafen, aber auch das ging nicht. Ich dachte an den Zahlungsbefehl, an die in der Arbeitswohnung ungeöffnet liegenden unterdessen bestimmt fünfzig Briefe, unter denen die Hälfte Rechnungen sein dürften, bekam einen Riesenschub Existenzangst, dachte an weitere Zahlungsbefehle, die kommen werden – und wurde vor lauter Panik sexuell erregt. Es scheint so etwas zu geben wie Geilheit aus Not: als würde eine bedrohte Art damit reagieren wollen, nun ganz besonders viel und heftig zu vögeln. Als ich das ‚Problem’ ‚gelöst’ hatte, war die Depression wieder da."

Alban Nikolai Herbst, 52, die schriftstellernde Albino-Variante von Theo Waigel; aus seinem Tagebuch ...



Dem Irrwahn erlegen, er werde an "Universitäten gelehrt", von "Bibliotheken hochfrequentiert", tatsächlich irrlichternd zwischen einem Auswurf, schreibend, dichtend, essayierend, skizzierend, fingerübend, aussortierend, bloggend, der für Goethes Lebenswerk gleich zweimal gereicht hätte, und den doch niemand liest geschweige denn käuflich erwirbt, und, hieraus folgend, dem täglichen Kampf ums nackte Überleben, hat ihn die existenzielle Bedrohung an einer Stelle sogar soweit getrieben, bei Ebay eine Figur aus einem künftigen Roman zu versteigern, womit er, zugegeben, immerhin ein paar Euro mehr verdient hat als ich mit meiner glorreichen Schreibrechtsaktion ...

Dann ist es wohl ganz einfach das, was der Herr Albin unter "Leben" versteht ... Wenn ihn die Rolle des unverstanden Darbenden mit ebensolchem erfüllt, warum nicht ..?!
Auch nicht viel schlimmer als die mässig bezahlte Roboterexistenz, welche DU momentan führst ..!


Nachdem ich etwa die Zeitspanne eines Jahres von seinem Internettagebuch überflogen habe, kann ich jedenfalls konstatieren, dass die Radikalität seiner virtuell gleichermassen abgebildeten und reflektierten Zwangsrealität ohne weiteres in die Schranken verwiesen wird von der jenseits aller Kompromisse schwebenden Unerbittlichkeit seiner Sockenwahl ...

Was das Zitat betrifft, so mag man ob der ästhetischen Wertigkeit einer solch unverfroren aufgezwungenen Altdandyerotik geteilter Meinung sein, doch waren es letztlich Ausschnitte wie dieser, welche mir, rosinengleich, den selbst als Kleinsthäppchen genossen kaum ertragbaren Restgugelhopf von äusserster Geschmacksbitterkeit, ein wenig nur zu versüssen vermochten ...



Übrigens ist es bei mir nicht die Not, die mich am geilsten macht, sondern die Selbstverliebtheit ...

Klar, darum stehen bei dir angesichts mangelnder realer Alternativen die Onanien mit Spiegelbild und mit auf heterosexuelle Rezeptoren ausgerichteten Vorlagen ja auch in einem ausgewogenen ...

Schluss jetzt ..!
17.1.07 01:01
 


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