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Zitat des Tages ...

"Ein Wolf fiel Farkasölõ an, von hinten, im Wald in den Karpaten. Doch Farkasölõ nahm den Wolf in den Schwitzkasten und preßte ihm seine andere Faust tief, tief in den heißen Rachen. Er erstickte den Wolf und ging zurück ins Dorf, um seinen verletzten Arm vernähen zu lassen, und die Bewohner gingen in den Wald und fanden den Wolf und nannten den Mann Farkasölõ, das heißt Wolfstöter.
(...)
Ja, es ist gut, daß man beim Spaziergang im Wald nicht mehr vom Wolf angegriffen wird und mit ihm um sein Leben kämpfen muß und stattdessen satt und bequem werden kann, es ist gut. Und trotzdem.

Und trotzdem heißt Leben Hunger. Heißt Leben Leidenschaft. Heißt Leben Sterben.

Heißt, den Wolf nicht zu vergessen.

Den Wolf im Nacken."


Andreas C. Lazar, der sein Gebiss vorschieben kann, bis es beim Leser seines Blogs aus dem Bildschirm purzelt ...



..., von der gelegentlich aufblitzenden Klasse seiner schreiberischen Ergüsse vermag das aber ebensowenig abzulenken, wie seine bleichen, lastwagengleich ausschwenkenden Hüften, seine hagere zucchiniförmige Restgestalt und sein mit den Jahren immer absurder gekämmtes Ex-Informatikstudenten-Neo-Philosophen-Haar ...

"Leben" ...
"Den Wolf im Nacken" spüren ...

Was heisst das, wie geht das ..?!
Müsste ich mir diese Frage stellen, wenn ich tatsächlich lebte, tatsächlich den Wolf dicht an meine Fersen geheftet, jederzeit in seiner ganzen Urgewalt sprung- und zupackbereit, verspürte ..?!

Ich weiss definitiv, dass "Leben" nicht heisst, Montags bis Freitags, von Morgens bis Abends, in einem (aus aktuellem Anlass zensuriert) zu sitzen, um den Mandanten (aus aktuellem Anlass zensuriert) zu ziehen und sie wiederum meinem Arbeitgeber für einen (aus aktuellem Anlass zensuriert) zu schaufeln ..!
Nervige Klienten, Beamte und Richter sowie widerspenstige Paragraphen sind nunmal keine Wölfe ...
Noch nicht mal wildernde Hauskatzen ...

Sicher, anD.ere hats schlimmer erwischt; die sitzen tagtäglich zuhause am Schreibtisch, erledigen fliessbandartig eine ewig gleichförmige Heimarbeit, deren öde Düsternis einzig durch die auch nicht wirklich spannenden Zwischenkontake zu den unter demselben Dach hausenden Frau und Kindern sowie gelegentliches, verschämtes Hinabsteigen bei Nacht in die rotlichternen, mammondominierten Hallen von Sodom und Gomorrah gar halbgar minimalst erhellt wird ...

Sicher, der Bauch ist wohlgenährt, die Höhle geheizt, die Halswehtablette im Schrank ...
Und das darf auch so bleiben ...
Und doch muss muss es möglich sein, diesen alles einlullenden, alles unter sich zudeckenden Wohlstands-Kokon aufzubrechen, oder wenigstens anzuritzen, ohne sich hierfür vermeintlich kühn, tatsächlich einzig zivilisationsdekadent mit einem Seil um die Fesseln von Kränen zu stürzen, obwohl unten ein grosszügiger Haufen Wasser einen Fehlversuch, dessen möglicher Eintritt den Ausbruch doch überhaupt erst ausführwert macht, abzufedern verspricht ...

"Leben" muss möglich sein ...

Aber nicht so!
So nicht ...

Das Schlusswort hat wiederum Herr L. ...

"Würde James Bond bloggen?
(...)
Und die Antwort ist, natürlich, nein."



Nix für ungut, L., aber das hier gefällt mir als finale Metapher um einiges besser ...

13.1.07 18:58
 


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bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Zappadong / Website (14.1.07 11:35)
Wenn dir dein Leben nicht passt - ändere es. Lass die (zensurierte) Kanzlei sein, wink deiner (zensurierten) Mandantin fröhlich ein letztes Mal hintennach (oder kick sie in den Hintern, je nachdem, wie dir zumute ist), schiess den (zensurierten) Vorschaufler in die Wüste und LEBE! Was immer du darunter verstehst.
Natürlich würde James Bond nicht bloggen. Er würde aber auch nicht in der (zensurierten) Kanzlei arbeiten, sich mit (zensurierten) Mandantinnen abgeben. Für einen (zensurierten) schaufelt aber sogar er ab und zu. Und die schönen Mädchen kriegen eh immer die anderen.

Warnung: Das Leben ausserhalb des (zensurierten) Jobs kann gefährlich sein. Aber Lohnenswert. Es hat einen Preis. Ob du ihn bezahlen willst, ist deine Entscheidung.

Zappadong


Dany / Website (14.1.07 15:31)
Lebst DU denn ..?!

Und, falls ja, wie hast du das angestellt ..?!




Zappadong / Website (14.1.07 16:09)
Ja, ich lebe. Bewusst. Weil ich nur dieses eine Leben habe. Meine Biographie ist sehr chaotisch. Und stets habe ich mehr Pläne und Wünsche als ich abdecken kann, aber ich traure ihnen nicht nach, sondern setze sie um. Einen nach dem anderen.

Wie ich das angestellt habe: Immer wieder die ganze wohlige Sicherheit aufgegeben. Das gemacht, was ich wollte ohne darauf zu hören, was andere dazu sagten. Ich habe zum Teil mit sehr wenig Geld gelebt, zum Teil an Orten und in Möbeln gehaust, in denen andere nicht gehaust hätten. Unsicherheit ertragen. Abgestürzt und aufgerappelt. Abgehoben. Gute Phasen gehabt und schlechte. Aber keine, die ich missen möchte. Wenn's mir zu langweilig wird, breche ich aus. Es gibt immer einen Weg, das zu tun.

Zappadong


dissident / Website (16.1.07 01:58)
Zappadong idealisiert die Armut? Ich bin dabei, ich folge ihr gar. Ich werde mich ihr anschliessen. Danke dir, dass du mich unfreiwillig motivierst.

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